Auf nach AFRIKA!

…Eigentlich sollte der Laptop jetzt gerade zugeklappt sein, denn meine Tasche wartet darauf, zu Ende bepackt zu werden 😉 Aber ich wollte dann doch noch ein letztes Lebenszeichen von mir geben, bevor ich Deutschland morgen früh verlassen werde…

Morgen Abend schon werde ich auf der Africa Mercy sein, in Guineas Hauptstadt, an der Westküste Afrikas.
…Wie es wohl sein wird, nach fast 2 1/2 Jahren wieder die Gangway hochzulaufen? An den Gurkhas vorbei, dem Sicherheitspersonal, um an der Rezeption einzuchecken? Nach fast 17 Stunden Anreise mit völlig zerknautschtem Gesicht und zersaustem Haar ein Foto für den Mitarbeiterausweis aufzunehmen, den man von dem Moment an jederzeit sichtbar zu tragen hat? An der Essensschlange in der Cafeteria anzustehen? Umgeben von unzähligen Crewmitgliedern aus sämtlichen Nationen? Mit vielleicht auch dem ein oder anderen mir bekannten Gesicht? Mein Zimmer zu beziehen, und meine Mitbewohner kennenzulernen?

Doch vor allem: wie wird es sein, die Krankenhausflure zu betreten? Afrikanische Klänge zu hören, fremde Sprachen. In die Augen derjeniger zu blicken, die so lange ohne Hoffnung gelebt haben, und durch Mercy Ships endlich Heilung erfahren dürfen? Ich freue mich soo sehr, das Team auf der Africa Mercy unterstützen zu dürfen! Dort zu helfen, wo die Hilfe am Allernötigsten ist! ❤

Danke von Herzem an Alle, die mich mit Worten, in Gedanken und durch Spenden bis hierher getragen haben! Ihr seid super! 😀

Bis bald! Und dann aus Guinea… 😀

Eure Alex

 

PS: Mein Laptop wird daheim bleiben. Vielleicht werde ich dennoch die Chance haben, auf meiner Webseite zu bloggen. Wer auf jeden Fall aber auf dem Laufenden gehalten werden möchte, „liked“ am Besten meine Facebook-Fanpage „Hold fast to Hope Africa“. Da wird es immer mal wieder Updates geben. Das ist über mein Handy vom Hospitalschiff aus schnell(er) erledigt.
PPS: Die Kosten für meinen Einsatz sind noch nicht gänzlich gedeckt. Weitere Spenden (auch im kleinen Rahmen!!) sind daher mehr als willkommen! 🙂 DANKE!

 

…die letzten Stunden in Heidelberg

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…Guinea, ich komme! :-D

Zwei Jahre bin ich nun wieder zurück in Deutschland… Ganz schön lang, wenn man bedenkt, wie viel ich in den Jahren davor unterwegs gewesen bin… Und es fühlt sich gut an hier zu sein. Ich bin gerne in Deutschland, und ich liebe mein zu Hause. ❤

Dennoch aber lässt mich die Arbeit mit Mercy Ships nicht los. Und somit darf ich mich unglaublich glücklich schätzen, ein weiteres Mal als Kinderkrankenschwester auf der Africa Mercy arbeiten zu dürfen! 😀

Ende diesen Monats (Oktober) werde ich nach Guinea fliegen. Dort nämlich steht das Hospitalschiff seit August, und ermöglicht kostenlose Operationen für die Ärmsten der Armen.

Während ich bei meinem ersten Einsatz in Madagaskar 9 1/2 Monate auf dem Schiff verbracht habe, wird es dieses Mal nur ein Monat sein. Mein Arbeitgeber hat mir hierfür einen Monat (unbezahlten) Urlaub gegeben.

…Der Flug nach Conakry (Guinea) ist gebucht, die Impfungen intus, Malariatabletten besorgt. Und gefühlt kann es losgehen. 😀

In den letzten Tagen habe ich wieder Plakate verteilt, um auf mein Vorhaben hinzuweisen. (Danke nochmals an Baier Druck (Heidelberg) für die kostenlose Anfertigung!) Denn auch dieser Einsatz muss wieder durch Spenden getragen werden.

Vor Kurzem wurde ich bei Radio Regenbogen interviewt. Das war ganz schön aufregend. Die Tonaufzeichnung (mit Bildern untermalt) gibt es auf Youtube.

Ich freue mich auf die bevorstehende Zeit in Guinea! …Und es ist unglaublich schön zu wissen, dass DU mich hierbei begleitest! Danke für Dein Interesse! ❤

 

Herzliche Grüße aus Heidelberg! Deine Alex

Folge Doch meiner Facebook-Fanpage: Hold fast to Hope Africa

Schloss Heidelberg

Zurück in Deutschland. Im „ganz normalen“ Wahnsinn…

Seit Ende Mai 2016 befinde ich mich wieder auf deutschem Boden.

Um meinen Vater zu seinem 60. Geburtstag zu überraschen, verließ ich die Africa Mercy einige Tage früher als geplant. Natürlich habe ich die ganze Aktion nicht nach Außen getragen, denn dann hätte mein Vater, wie jeder andere auch, davon erfahren 😉

Was genau in den darauffolgenden Wochen und Monaten in mir passierte, ist schwer zu beschreiben. Ich habe mich unendlich gefreut, geliebte Menschen wieder zu sehen.  Ich war viel unterwegs, kam kaum zur Ruhe. Gleichzeitig aber nagte in mir der Verstand;  ich müsse doch eigentlich versuchen, meine Erfahrungen in Madagaskar endlich mit „nach Hause“ zu holen?
Ich war noch nicht bereit. Ich fühlte mich zwischen zwei Welten. Und um es für alle Beteiligten leichter zu machen, so dachte ich, wäre es das Sinnigste, mich vorerst von meinem Erlebten zu distanzieren. In Wahrheit aber, so glaube ich, hatte ich weder die Kraft, noch den Mut, mich mit meinem 9-monatigen Einsatz auf der Africa Mercy auseinander zu setzen.

Ich fühlte mich wie ein „Schatzträger“, wohlwissend, dass das, was ich in einer kleinen unscheinbaren Schachtel stets bei mir trage, etwas ganz und gar Besonderes ist, mit unbeschreiblichem Wert.
Der große Respekt jedoch vor der Kehrseite dieses Schatzes, bewegte mich dazu, die Schachtel vorerst lieber komplett verschlossen zu halten.
Ich hatte Angst vor dem Schmerz, der aufkommen könnte, wenn ich all das noch einmal heraus holen würde; das in Madagaskar gesehen und erlebte, was zu einem sehr großen Teil aber auch Privates mit einschließt, wie auch der Verlust meiner überaus geliebten Oma.

Und so gab ich nach – im Strudel des schnellen, deutschen Alltags. Ich ließ mich vereinnahmen von all den Verpflichtungen, Erwartungen, dem System der deutschen Bürokratie, ärgerte mich über viele Hindernisse und Steine, und war schneller „zurück“, als mir lieb war.

Auf meiner neuen Arbeitsstelle war ich jetzt einfach Person X. Eine „der neuen Kolleginnen“. Wieder ein Neuanfang. Niemand interessierte sich für das, was „davor“ gewesen ist. Niemand fragte. Niemand hakte nach, wenn dann doch einmal die ein oder andere Erinnerung in mir hoch kam, und ich sie, für mich dann eher untypischerweise, laut aussprach.
Ein schleichender Übergang von Phase A zu Phase B? Nicht möglich.

Der Druck ist hoch, in einer Gesellschaft, in der man „funktionieren“ muss. Eine Gesellschaft, in der es um Geld, Leistung und Anerkennung geht. Im ewigen Streben nach Perfektionismus.
So anders das Leben auf der Africa Mercy auch gewesen sein mag, muss ich mir jetzt doch die Frage stellen, wo genau ich mich hier und heute in alledem positionieren kann, darf und sollte?  Was, wenn ich eben nicht meine Ellenbogen ausfahren möchte? Stattdessen aber meine Arme öffnen, weiterhin mit Liebe als höchste Priorität in meinem Leben?
Ich selbst bin auch nur Mensch. Ich bin alles andere als perfekt. Ich mache Fehler, bin egoistisch, und verletze Menschen. Meist sogar die, die mir am nächsten stehen. Ich bin eine Baustelle. „Work in progress“. Aber auch mir wurde und wird, jeden Tag aufs Neue, vergeben. Dafür bin ich dankbar. Und so wie ich Liebe erfahre, so möchte auch ich anderen Menschen mit Liebe begegnen können. In all meiner Unvollkommenheit. Weit, weit weg vom Perfektionismus.

Und so versuche ich mich still und heimlich wieder einzufinden. Mich in einer Welt einzuordnen, die es eigentlich aber erst wieder ganz neu zu definieren gilt. Denn eines steht fest, auch wenn ich es in den vergangenen Monaten irgendwie doch zu ignorieren versuchte: die Welt ist ganz und gar nicht mehr die, die sie vor meinem Einsatz mit Mercy Ships für mich gewesen ist.

In diesen Tagen habe ich begonnen, in kleinen Schritten, Rückblicke zu zu lassen. Patienten, die mir ganz besonders ans Herz gewachsen sind. Ich denke an „Deck 7-Zeiten“, und daran, wie ich von meinem kleinen Dylan ausgelacht worden bin, als ich eine Stabheuschrecke vor dem Tod retten wollte. Ich denke an lustige Übergaben, mit der ein oder anderen Sprachbarriere. Ich denke an selbstgebaute Bowlingbahnen auf Station, um die teils sehr langen Krankenhausaufenthalte für die Patienten so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Ich denke an strahlende Augen, weil ich einfache Klebesticker verteile, ind auf Handrücken, Wangen und Verbände klebe. Ich denke an Tanz und Gesang auf den Krankenhausfluren. Ich denke daran, wie jeder so sein durfte, wie er ist. Und jeder Wertschätzung erfuhr. Ob Patient oder Mitarbeiter, in jeder Position. Jeder war geliebt, und das konnte man spüren.

Ich erinnere mich an Fremde, die auf wenigen Quadratmeter innerhalb kürzester Zeit zur Familie wurden. An Fürsorge, gegenseitigen Halt, Zusprache. Ich denke an unzählige Gebete, die unsere Patienten umgeben haben.  An schwere Operationen, Schmerzen, Rückschritte, Fortschritte, an herzzerreißende Vorgeschichten. An Freudentränen, die flossen, wenn Patienten es dann endlich „geschafft“ hatten und heim durften.
Ich denke an Kämpfer und wahre Helden, die ein neues Leben mehr als verdient hatten, ein Leben ohne Schmerzen, Leid und Ausgrenzung.

Ich habe Tränen in den Augen, während ich dies schreibe. Ich weiß, dass all diese Gefühle erst der Anfang einer längeren Reise sind, und ich bin gespannt, was noch vor mir liegt.

 

Die Arbeit mit Mercy Ships war mitunter die wahrscheinlich wertvollste Erfahrung, die ich in meinem bisherigen Leben machen durfte. Hierzu zählen auch viele, viele schmerzhafte Momente, die ich aber, so paradox es klingen mag, für nichts in der Welt eintauschen wollen würde. Genau diese Zeiten waren es, in denen ich gelernt habe, abzugeben und zu vertrauen. Gott für mich stark sein zu lassen. Und immer, ja wirklich IMMER, hielt ER seine Treue.


Die Africa Mercy.
Ein wundersamer Ort, an dem Herz und Hand zusammen kommen. Ein Ort, in dem jeder Mensch einfach nur Mensch sein darf. Ehrenamtliche Mitarbeiter, eng zusammen arbeitend. Jeder, der hier ist, möchte hier sein. Jeder mit seinen persönlichen Fähigkeiten, seinen Begabungen, und seinen Vorerfahrungen. Jeder ist eine Bereicherung für die Arbeit.
Auf dem Schiff herrscht eine Atmosphäre, die sehr speziell ist. Immer wieder neue Menschen. Viele fliegende Wechsel. Hier gibt es nicht „den einen Neuen“, der sich auf irgendeine Art und Weise zu behaupten hat. Hier gibt es nur Menschen, die alles stehen und liegen gelassen haben, um zu dienen. Und dementsprechend auch aufgenommen werden. Mit offenen Armen. 
Dort, wo alle Menschen an einem Strang ziehen, finden „Ellenbogen“ keinen Platz.
Auf der Africa Mercy gibt es so viel unterschiedliche Menschen, wie es Positionen gibt. Junge, Alte, Schüchterne, Laute, Wilde, Ruhige, Verrückte, Bodenständige, Familien, Singles, Paare, mitten im Berufsleben Stehende, Rentner, Sportfreaks, Büchrratten, Morgenmuffel, Frühaufsteher, Schwarze, Weiße. Wenn man sich fragt, ob man für einen Einsatz auf der Africa Mercy geeignet ist, könnte die Antwort mit einer hohen Wahrscheinlichkeit mit einem „ja“ ausfallen“! Notwendig ist natürlich die Fähigkeit, auf Englisch kommunizieren zu können, und je nach Position, ausreichende Berufserfahrung mitzubringen. Denn auch diese Arbeit funktioniert natürlich nur, wenn jeder seinen Job nicht nur gewissenhaft, sondern auch gut macht 🙂
Ja, die Africa Mercy.
Ein Ort, der mit keinem Anderen zu vergleichen ist.
Ehrenamtliche Mitarbeiter, aus über 35 Nationen, Hand in Hand, mit einem gemeinsamen Ziel: Hoffnung zu den Menschen zu bringen, die von der restlichen Welt vergessen zu sein scheinen. Leben zu schenken. Und das einfach so. Aus Nächstenliebe heraus. 

„Hold fast to Hope Africa“ – das Motto, unter das ich meinen Lebenstraum stellte. „Halte fest an der Hoffnung“, so heißt es übersetzt ins Deutsche. Rückblickend weiß ich, dass der Titel nicht passender hätte sein können.
Menschen, die verzweifelt waren. In ihrer Krankheit gefangen. Teilweise ausgestoßen von ihren Familien, und ihren Gemeinschaften. Menschen, die keinen Ausweg mehr sahen, durften am eigenen Leibe erfahren, dass es lohnt zu hoffen. Dass Veränderung möglich ist. Sie sind NICHT vergessen. Und, was noch viel wichtiger ist: Sie sind unglaublich geliebt!


Mein 9-monatiger Einsatz mag nun zwar vorbei sein, aber die Arbeit von Mercy Ships geht weiter!! 🙂
Hast Du Interesse an einer Mitarbeit? Möchtest Du das Projekt finanziell unterstützen? Oder möchtest Du einfach nur mehr erfahren? Schau bei Mercy Ships selbst vorbei:  www.mercyships.de

 

Und an dieser Stelle möchte ich…

 

 

…Endlich einfach einmal DANKE sagen… 🙂

Ich danke all diejenigen, die mich auf vielfältigste Art und Weise unterstützt haben.

Ein großes Dankeschön für die Hilfe beim Fundraising geht an:

-„Baier Druck“ (Heidelberg), für die kostenlose Erstellung von Plakaten. Danke auch an all die Menschen, die sie in diversen Städten mit verteilt und aufgehangen haben.
-„Radio Berg“ für ein tolles Interview
-all die freundlichen Pressekontakte der diversen Zeitungen, die über meinen Einsatz berichtet haben, inkl. des Uniklinikum Heidelbergs
-das RTL-Filmteam, mit dem ich eine Menge Spaß haben durfte
-Herrn Jochen Hagt (Kreisdirektor des Oberbergischen Kreises), und den Rotary Club Gummersbach-Oberberg

Ein RIESEN Dankeschön an alle, die mich finanziell unterstützt haben! Ohne Eure Hilfe wäre mein Einsatz niemals möglich gewesen! Danke, danke, danke!

 

Ein großes Dankeschön für die Unterstützung auf persönlicher und anderer Ebene geht an:

-Freunde, bei denen ich meinen kompletten Hausstand unterstellen konnte
-das deutsche Mercy Ships Büro in Kaufbeuren. Danke für all Eure Bemühungen, und die super Arbeit, die ihr leistet. Danke für Euer Herz, Euer Ohr, und auch Eure Gebete.
-alle Freunde auf der Africa Mercy, die nicht nur meine Höhen, sondern auch meine Tiefen mit erlebt haben. Es war schön, Euch an meiner Seite gehabt zu haben.
alle, die meinen Einsatz verfolgt haben. Ob still, oder mit Kommentaren. Das beinhaltet meine Freunde und Familie, aber auch so viele unbekannte Menschen. Es ist schön zu wissen, dass ich nicht ins „Leere“ geschrieben habe. 😉 Danke für alle aufbauenden Worte. Für Emails, Telefonate, und Briefe, die ich auf dem Schiff erhalten habe.
-diejenigen, die für meine Patienten, meine Familie und mich gebetet haben!!

Ein riesen Dank gilt natürlich meinen Eltern, die mich haben ziehen lassen, um mir meinen Herzenswunsch zu erfüllen. Danke für Eure Selbstlosigkeit, und das Vertrauen, das ihr mir entgegen gebracht habt! Danke, dass ich immer auf Euch zählen kann! Ihr seid absolut wundervoll, und ich bin so dankbar, dass ich EUCH meine Eltern nennen darf!!

Ein besonderen Dank möchte ich zu guter letzt auch meinem Freund Alex aussprechen, der absolut jederzeit für mich da war. Danke, Schnuffelpeter, dass Du an meiner Seite bist. Danke für all Deine Hilfe, Deine Geduld, und für das „Ertragen“ an schwierigen Tagen. Danke für Deine Liebe, und danke vor allem, dass Du so lange auf mich gewartet hast. :-*

 

 

❤ ❤ ❤

 

Ein paar Fotos aus den vergangenen Monaten…

 

 

RTL „Die 25“, heute 20:15

Wer noch nicht genug bekommen hat von meiner Nase, darf gerne heute Abend um 20:15 RTL einschalten! In der Sendung „Die 25“ kürt Sonja Zietlow 25 „Helden des Alltags“.
!!! Ein kleiner Tipp aber: Haltet die Augen offen, für die WAHREN Helden, denen ich auf der Africa Mercy begegnen durfte: Elina, Voatse und Co. ❤

Viel Spaß dabei!!!

http://www.rtl.de/cms/sendungen/show/die-25.html

Haingo darf leben!

…Genauso wie Elisabeth, Celestin, Lucael, und noch andere kleine (oder mitterweile große propper Würmer… 🙂

Jillian ist meine „bunkmate“ in der Kabine, sie schläft im Bett über mir. Sie ist Ernährungsberaterin auf der Africa Mercy, und kümmert sich unter anderen um die Babies, die für ihre operative Korrektur der Lippen-Kiefer-Gaumenspalten (im Volksmund „Hasenscharte“ genannt) erst noch aufgepäppelt werden müssen. Eine Operation wäre augrund von Unterernährung nämlich zu risikoreich. Daher erhalten sie zunächst viel Beratung, und auch das nötige Material (wie z.B. Flaschen, spezielle Sauger und Milch). Einige Monate später kann dann meist die Operation stattfinden. Manchmal ist auch eine zweite Operation notwendig, um alle „Öffnungen“ zu verschließen“.

Vielleicht erinnerst Du Dich an Haingo, von der ich vor einiger Zeit auf meiner Facebook-Fanpage berichtet habe?

„7 Monate alt, und nur 2,2kg schwer. Haingo war am Verhungern, als sie unser Screening-Team fand.
3 Monate, und unzählige Fütterungsversuche später, hat Haingo genug Gewicht, um ihre Lippen-Kiefer-Gaumenspalte operiert zu bekommen.
Ein Dank an alle Krankenschwestern, die sie über Stunden hinweg den Krankenhausflur hoch und runter getragen haben, als sie noch nicht trinken konnte. Ein Dank an Haingos Mutter, die so geduldig war, und uns mit Vertrauen begegnete. Ein Dank an alle, die Mercy Ships unterstützen! Denn ohne Euch, wäre Haingo heute nicht am Leben!“

 

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Auch Elisabeth ist eines der Kinder, dessen Leben dank Mercy Ships und Deiner Unterstützung gerettet werden konnte. Seh hier ihre Geschichte:

 

 

 

TIA – „This is Africa…“

Heute hatte ich die Chance, zwei Chirugen bei ihrer Arbeit im OP über die Schulter zu schauen.

Jedes Crew-Mitglied bekommt während seines Einsatzes einmal die Möglichkeit dazu.

heute Morgen vor dem OP

vor dem OP

Es war nicht nur super spannend, sondern gab mir auch die Möglichkeit zu sehen, wie anders die Arbeit auf der „Africa Mercy“ auch im OP, im Vergleich zu Deutschland, aussehen kann. Und jetzt erst verstehe ich auch den Ausdruck „TIA“, der auf dem Schiff desöfteren mal zu hören ist:

Manchmal sieht man hier Dinge, die in Lehrbüchern nicht zu finden sind; Dinge, die auf den ersten Blick vielleicht auch medizinisch keinen Sinn zu machen scheinen. Auf die Frage nach Erklärungen oder Logik, bleibt einem in solchen Momenten meist nichts anderes, als zu lächeln, mit den Schultern zu zucken und zu sagen: „This Is Africa…“, um dann mit seiner Arbeit fortzufahren… 🙂

 

 

Sasimeny kann heim!!! :-)

Nach 3-monatiger Behandlung ihrer Verbennungskontrakturen an Bord der Africa Mercy konnte Sasimeny endlich entlassen werden! 🙂

Sasimeny gehoert zu den Patienten, die man innerhalb von Sekunden gleich fest in sein Herz geschlossen hat. Ihr Strahlen (mit ihrer zuckersuessen Zahnluecke) laesst einen alles um sich herum vergessen. Und das ein oder andere Mal habe ich meine Arbeit auch schlicht ergreifend liegen lassen muessen, weil sie, mit erwartungsvollen Augen und mit ausgestreckten Armen vor mir stand, um einfach nur in den Arm genommen zu werden… 

Sasimeny kann keiner Fliege etwas zu Leide tun, und am gluecklichsten ist sie, wenn sie volle Aufmerksamkeit erhaelt. 

Sasimeny war nicht alleine hier. Ihr Bruder hat sie vom ersten Tag an begleitet. Er selbst geht eigentlich noch zur Schule. Ohne zu zeogern aber hat er Sasimenys Behandlung vorgezogen, und ist ihr zu keiner Zeit von der Seite gewichen. Gewissenhaft folgte er tagtaeglich den Instruktionen von Aerzten, Schwestern und Physiotherapeuten. Hierzu gehoerte auch die Ausfuehrung von Bewegungsuebungen mit dem operierten Arm und den neu gewonnenen Fingern seiner kleinen Schwester. 
Mit aller Kraft unterstuetzte er sie in ihrem Genesungsprozess. Das machte die Beiden zu einem starken Team.

Sasimeny ist ein wahrer Kaempfer. Nie hat sie sich beschwert, nie einer Aufgabe verweigert. Und ihre wahre Staerke zeigte sich spaetestens in dem Glitzern ihrer kleinen Traenen, wenn der Schmerz nicht mehr zu leugnen war. Sasimeny wuerde nicht laut schluchzen, nicht aufrufen. Sie wusste, dass dieser Weg kein leichter ist; doch sie war bereit ihn zu gehen. 

 

Sasimeny. Ein Klammeraffe, ein Liebling, ein Kaempfer. Eine Schoenheit. Ein verspieltes Maedchen, das es wagte zu traeumen. Zu traeumen von einer Zukunft, in der sie auf beide ihrer Arme und Haende zaehlen kann. Ein Maedchen, dessen Traum Mercy Ships mit der Liebe und Hingabe vieler Ehrenamtler erfuellen konnte. DANKE fuer DEINE Unterstuetzung dabei!!!

 

 

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….Überraschung!!!

Vor 2 Tagen hatten wir die Chance, 2 unserer malagassischen DayCrew auf Station zu überraschen! Die Beiden haben sich durch ihre Arbeit mit Mercy Ships kennen gelernt, und werden dieses Wochenende HEIRATEN! ❤ ❤

Wir trafen uns heimlich auf unserer Intensivstation, die zur Zeit nicht in Gebrauch ist. Dort standen wir eine kleine Weile im Dunkeln, bist die Beiden Turteltäubchen nichtsahnend den Raum betraten, und wir sie im Chor mit malagassichen Glückwunschen und einer großen Hochzeitstorte überraschen konnten! Die Beiden waren sprachlos 🙂

Die Überraschung ist gelungen! …Und: die Hochzeitstorte auch 😉

(Einer unserer Crewmember hat sie übrigens gebacken. Sie ist soo talentiert!

Herzlichen Glückwunsch, Bakoly und Lebien!

 
-Wir sind so dankbar für unsere DayCrew! Ohne sie wäre unsere Arbeit nicht möglich!-
 

 

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Photo Credit: Kevin Reed, Rachel Lappin

Grund zum Aufatmen

Vor wenigen Tagen noch stand die Africa Mercy kurz vor der Evakuierung. Zyklon Fantala wechselte mehrfach seine Richtung, einige Vorhersagen zeigten kurzzeitig sogar, dass der Wirbelsturm sich genau in unsere Richtung aufmachen würde.

Wir befanden uns also weiterhin in der Phase des Wartens, Betens, und Hoffens.

Doch endlich gibt es Grund zum Aufatmen! Fantala scheint sich entschieden zu haben, und zieht gerade über den Norden Madagaskars hinweg.

Die Ausgangssperre fürs Wochenende ist aufgehoben. Unsere Notfalltaschen können entpackt werden. Alle geplanten Operationen können stattfinden. Wir freuen uns riesig!!! 😀 Danke, HERR!!!!

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